NFC-Keyboard

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NFC-Keyboards

Das Auslesen von NFC-Tags am Arbeitsplatz erfordert bisher meist zusätzliche Hardware. In Verbindung mit einem Windows Rechner wird ein NFC-Reader/Writer benötigt, der per USB mit dem Rechner verbunden werden muss. Lediglich SmartCard Reader gibt es bereits seit einiger Zeit. SmartCards sind digitale Visitenkarten, die geschützte Identitäten für Zugänge beinhalten. Die möglichen Anwendungsfälle solcher SmartCards sind aufgrund der eingeschränkten Funktionen jedoch überschaubar. Neue Hardwarehersteller integrieren nun immer mehr die NFC-Funktion in alltägliche Hardware. Durch die NFC-Funktionen können NFC-Karten oder NFC-Chips um einiges vielseitiger und einfacher selbst geschrieben und gelesen werden. Auf eine NFC-Karte können Kontaktdaten, Texte, URLs, Codes und viele weitere Datentypen gespeichert werden (Anleitungen für: iOS, Android, Windows). NFC-Karten können auch geschützt werden, sodass ein Überschreiben nicht möglich ist.

Der Hardwarehersteller Cherry hat nun eine der ersten Tastaturen entwickelt, die sowohl das Auslesen von SmartCards, als auch das von NFC-Karten ermöglicht.

Dieser Artikel stellt diese Hardware vor und gibt einen Ausblick auf weitere mögliche Anwendungsfälle.

NFC-Keyboard von Cherry – Cherry Secure Board 1.0

Das Cherry Secure Board 1.0 ist eine der ersten Tastaturen, die neben einem SmartCard-Reader, auch einen integrierten NFC-Reader/Writer besitzt. Bisher wird die NFC-Technologie in Hardwarekomponenten eher dafür genutzt, um eine drahtlose Verbindung herzustellen, ähnlich wie bei der Bluetooth Funktion. Die Tastatur wird per USB mit dem Rechner verbunden und ist mit Windows und MacOS kompatibel. Der Kartenslot befindet sich auf der oberen Seite der Tastatur. Die Karte kann eingeschoben, oder vor den Reader gelegt werden. Die Tastatur ermöglich das Lesen und Schreiben von ISO 7816 und ISO 14443 A/B konformen Karten (Protokolle: T=0, T=1, T=CL), wodurch alle gängigen NFC-Chips & NFC-Karten unterstützt werden.

Somit ist ein zusätzlicher externer NFC-Reader/Writer überflüssig. NFC-Karten (bzw. NFC-Chips) können bequem über die Tastatur gelesen und beschrieben werden. Weiterhin wird aber eine NFC-Writer Software benötigt, die die Tastatur als NFC-Writer/Reader erkennt.

SmartCards am Arbeitsplatz

SmartCards speichern verschlüsselte Zugangsdaten zu Systemen, Identitäten und andere Authentifizierungen. Sie können auch Zugangs- und Log-In Daten für Betriebssysteme beinhalten. Damit sind sie vielseitige digitale Schlüssel. Durch eine Datenbank sind solche SmartCards meist personalisiert und verwaltet, sodass Zugriffrechte zentral konfiguriert werden können. Mit einer eingebauten RFID-Antenne kann der Datenaustausch auch kontaktlos vollzogen werden.

SmartCards können hohe Datenmengen speichern und selbst Programme ausführen und sind aufgrund hoher Sicherheits- und Schutzmaßnahmen bestens für den Umgang mit sensiblen Daten geeignet. Meist sind die Daten durch einen persönlichen PIN-Code geschützt.  

SmartCards könne auch zur Windows Authentifizierung eines Windows Servers in einer Windows Domäne genutzt werden. Dazu muss, wenn nicht bereits konfiguriert, eine Zertifizierungsstelle (CA = certificate authority) erstellt werden. In dieser Anleitung werden dazu weitere notwendige Schritte erklärt. Der Weg zu Erstellung einer SmartCard als Log-In für einen Windows-Server ist recht kompliziert und benötigt grundlegende Windowskenntnisse. Am Ende des Erstellungsprozesses kann eine PIN vergeben werden, die die Authentifizierung mit der SmartCard vor Fremden schützen soll. Dieser PIN kann dann beispielweise auf der Cherry Secure Board 1.0 Tastatur eingegeben werden.

Für Smartcards unterstützt Windows eine Anbieter Architektur zur sicheren Authentifizierung, die erweiterbar ist, um benutzerdefinierte Anmeldeinformationsanbieter einzubeziehen.  

NFC am Arbeitsplatz mit NFC-Keyboard nutzen

NFC-Tags können verwendet werden, um Informationen auszutauschen und zu speichern. Gängige Datentypen dabei sind Text, Telefonnummer / Kontakte, URLs, Kurzbefehle, aber auch Adressen, Texte und Positionen. NFC-Chips können einfach ausgelesen und beschrieben werden. Dazu wird ein NFC-fähiges Smartphone benötigt (iOS / Android).

Wo bei einem Windows System ein externer NFC-Reader/Writer nötig ist, kommt nun das Cherry Secure Board 1.0 mit integrierter NFC-Funktion ins Spiel. Damit können NFC-Karten noch schneller und effizienter gelesen und beschrieben werden. In Verbindung mit einer Spezialsoftware können somit ohne Umwege Produktedetails angezeigt und Inventarisierungslösungen realisiert werden. Wiederkehrende Daten- und Texteingaben könnte der Kontakt mit einer NFC-Karte ersetzen. Auch das Testen von NFC-Kodierungen ist mit der integrierten NFC-Funktion ohne zusätzliche Hardware möglich.

In Verbindung mit unserer intelligenten NFC-basierten Visitenkarte können die Daten direkt auf das Windowssystem geladen werden. Auf der NFC-Karte können sich neben Kontaktdaten beispielweise auch Textvorlagen befinden, die mit dem Scannen direkt in ein offenes Dokument oder Textfeld geladen werden können. Hier erklären wir, wie das mit unserer NFC21-Tools Software funktioniert.

Fazit NFC-Keyboard

Es zeigt sich, dass immer mehr Hardwarehersteller den Nutzen der NFC-Technologie erkennen und diese in neue Hardwareprodukte integrieren. Somit werden immer mehr Standardgeräte in Zukunft in der Lage sein, mit NFC-Tags zu interagieren und externe NFC-Reader/Writer ablösen. Der vielfältige Nutzen von NFC wird somit immer mehr in den Arbeitsalltag Einzug erhalten, um diesen effizienter zu meistern. Wir sind gespannt, welche weiteren Hardware Produkte mit integrierter NFC-Funktionen in Zukunft erscheinen werden.

 

Weitere Informationen:

Erstellt: 27.10.2020 / Aktualisiert: 16.11.2020 2020-10-27 2020-11-16