Digital reisen mit NFC & RFID
Die Art zu Reisen hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Vom Antritt unserer Reise am Flughafen, über den Check-In im Hotel, bis hin zu Museumsbesuchen, werden wir digital begleitet. Besonders die Radiofrequenz-Identifizierung (RFID) Technologie und Near Field Communication (NFC) spielen eine zentrale Rolle, da sie einen schnellen, kontaktlosen und sichereren Austausch von Informationen ermöglichen. Somit hat eine grundlegende Modernisierung unseres Alltags und auch unserer Reisen stattgefunden. Ob digitale Tickets, elektronische Ausweisdokumente oder kontaktloses Bezahlen: Viele Prozesse, die früher Zeit und Papier forderten, laufen heute automatisiert und komfortabel über das Smartphone oder integrierte Chips ab. Hierdurch wird das Reisen nicht nur effizienter, sondern auch sicherer und flexibler.
Dieser Beitrag zeigt, wie NFC und RFID das Reisen revolutionieren – von der Planung bis zur Ankunft am Reiseziel – und welche Vorteile, aber auch Herausforderungen diese Technologien mit sich bringen.
Elektronische Tickets
Am Anfang der Reise müssen wir entscheiden, wie unser Reiseziel erreicht werden kann. Wir können wählen, ob wir das Flugzeug, die Bahn, den Bus, die Fähre oder das Kreuzfahrtschiff nehmen. Für alle Verkehrsmittel brauchen wir Tickets und bisher haben wir diese immer auf Papier ausgedruckt. Dies ist aber nicht mehr notwendig, denn mittlerweile gibt es für verschiedene Verkehrsmittel eTickets. Hierbei handelt es sich um elektronische Fahrkarten, die beispielsweise auf dem Smartphone gespeichert werden können. So können Flug- und Bahntickets elektronisch über E-Mail als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Auch Tickets für den Bus können ganz einfach digital über die DB Navigator App gebucht werden. In addition, more and more ferry and cruise companies are offering digital services such as e-tickets, apps, and online check-in.
Der Vorteil aller eTickets ist, dass bei Ticketkontrollen das lästige Suchen nach den Tickets vermieden werden kann und diese schnell gescannt werden. So muss entweder der QR-Code oder das NFC-fähige Smartphone an das Lesegerät gehalten werden, damit das Ticket ausgelesen werden kann. Obwohl QR-Codes häufig anstelle herkömmlicher Tickets verwendet werden, können diese nur bei ausreichender Beleuchtung zuverlässig erkannt werden. Bei geringer Umgebungshelligkeit kann das Auslesen des QR-Codes eingeschränkt oder sogar unmöglich sein. Das Auslesen über NFC hingegen funktioniert unabhängig von den Lichtverhältnissen und ist daher auch in dunkler Umgebung zuverlässig möglich.
Digitale Dokumente
Nachdem wir ausgewählt haben, wie wir unser Reiseziel erreichen, müssen wir kontrollieren, ob wir dafür alle wichtigen Dokumente haben. Dazu gehören zum Beispiel der Personalausweis, der Reisepass, gegebenenfalls ein Visum, die Krankenkassenkarte und der Impfpass. Besonders bei wichtigen persönlichen Dokumenten, anhand derer man die Identität nachweisen kann, wird die RFID-Technologie eingesetzt. NFC basiert auf der RFID-Technologie und stellt eine spezielle Form der kontaktlosen Datenübertragung dar. Beide Technologien ermöglichen die kontaktlose Übertragung von Informationen zwischen Geräten. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, dass NFC nur über eine sehr kurze Distanz (1–4 cm) funktioniert, während RFID eine größere Reichweite besitzt.
Elektronischer Personalausweis
So gibt es den elektronischen Personalausweis, mit dem man sich digital ausweisen kann. Er ist mit einem RFID-Chip ausgestattet, auf dem persönliche Daten gespeichert sind. Mit einem kompatiblen Reader und der AusweisApp können diese Daten auf verschiedenen Rechnern von uns ausgelesen werden. Wie das Auslesen des Personalausweises auf einem Windows-Rechner funktioniert, zeigen wir Ihnen in diesem How2.
Elektronisches Visum
Dazu hat man in einigen Ländern die Möglichkeit ein elektronisches Visum, ein sogenanntes E-Visum, zu beantragen. Hierbei findet die gesamte Beantragung online statt, sodass Antragsdaten und Dokumente, wie der Reisepass online hinterlegt werden. Daher müssen weder der Reisepass noch andere persönliche Dokumente im Konsulat eingereicht werden und auch das Visum selbst muss nicht persönlich im Konsulat ausgefüllt werden. Das spart viel Zeit und Aufwand. Das Visum wird dann direkt an Ihre E-Mail-Adresse geschickt.
ABER: Jedes Land legt seine eigenen Regeln für die Beantragung eines E-Visums fest! Daher ist es wichtig, dass Sie sich über die Regeln und Anforderungen des jeweiligen Landes informieren und sicherstellen, dass die von Ihnen gewählte Grenzübergangsstelle das E-Visum akzeptiert.
Elektronischer Reisepass
Neben dem elektronischen Personalausweis existiert auch der elektronische Reisepass (ePass). Dieser wurde am 1. November 2005 in Deutschland eingeführt. Seit dem 1. November 2007 enthält der ePass neben den personenbezogenen Daten und den Angaben zum Reisepass, wie der Passnummer, dem Ausstellungsdatum und der Gültigkeitsdauer, zusätzlich biometrische Merkmale des Passinhabers. Dazu gehören ein biometrisches Gesichtsbild sowie zwei Fingerabdrücke. Seit dem 1. März 2017 wird der ePass zudem in einer neuen Version ausgegeben. Diese basiert auf RFID-Technologie (Radio Frequency Identification). Im Vergleich zum herkömmlichen Reisepass, ist in dem neuen ePass ein RFID-Chip integriert, auf dem sowohl die persönlichen und biometrischen Daten des Passinhabers als auch die dokumentenbezogenen Daten gespeichert werden. Welche Vorteile der ePass bietet, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Sicherheit des ePasses
Besonders auf Grund der enthaltenen biometrischen Daten gilt der ePass als sehr sicher und soll stärker vor Identitätsdiebstahl, Betrug und Fälschungen des Passes schützen. So werden Papierfotos nicht mehr akzeptiert und nur noch digitale Fotos werden zugelassen. Denn hiermit wird gewährleistet, dass das Bild nicht durch die Struktur des Passes verfremdet wird und der Passinhaber über die Zeit hinweg weiterhin gut zu erkennen ist. Auch der Schutz der auf dem RFID-Chip gespeicherten sensiblen Daten muss gewährleistet werden, um die Identität des Passinhabers zu schützen. Während persönliche und dokumentenbezogene Informationen direkt im Reisepass eingesehen werden können, werden biometrische Daten daher verschlüsselt auf dem Chip gespeichert, um sie vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Zusätzlich sind für das Auslesen der Daten des ePasses spezielle Lesegeräte erforderlich, die in Deutschland nur bestimmten staatlichen Stellen wie Polizei-, Grenz- und Zollbehörden zur Verfügung stehen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt dieses Infotextes „RFID-Lesegeräte“.
Darüber hinaus hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Schutz der auf dem ePass gespeicherten Daten verschiedene Sicherheitsmechanismen entwickelt.
Ein wichtiger Sicherheitsmechanismus ist der Basis Access Control (BAC). Sie schützt davor, dass der RFID-Chip des ePasses unbefugt und ohne direkten Zugriff ausgelesen wird. Dadurch wird erschwert, dass Personen, die sich in der Nähe des Reisepasses befinden, mithilfe eines Lesegeräts die darauf enthaltenen Daten heimlich auslesen und missbrauchen können. Ein weiterer Sicherheitsmechanismus ist die Passive Authentisierung (PA), anhand derer die Echt- und Unverfälschtheit der Daten auf dem RFID-Chip des ePasses überprüft werden. Durch diesen Mechanismus können Fälschungen des ePasses schnell erkannt werden. Zusätzlich schützt auch die spezielle Beschichtung der bordeauxfarbenen Schutzhülle vor unberechtigtem Auslesen durch Dritte.
NFC & RFID am Flughafen
Der Check-in
Bereits zu Beginn der Reise müssen wir uns online für den Flug einchecken, eine digitale Bordkarte vorzeigen und unser Gepäck aufgeben. Um diese Abläufe zu optimieren und zu beschleunigen, gibt es automatische Terminals für die eigenständige Anmeldung am Flughafen, den sogenannten Self-Check-in, sowie die selbstständige Gepäckaufgabe über den Self Bag Drop. Diese Automaten nutzen QR-Scanner sowie NFC- und RFID-Lesegeräte, um Daten aus Ausweisen, ePässen und Bordkarten automatisch auszulesen. Die Reisenden sind somit nicht auf das Personal am Flughafen angewiesen und ersparen sich das lange Schlangestehen am Check-in-Schalter.
Nachdem wir nun eingecheckt sind und unser Gepäck aufgegeben haben, erfolgt die Sicherheitskontrolle durch einen Metalldetektor und die Grenzkontrolle.
Elektronische Grenzkontrolle
Die Einführung des modernen Reisepasses hat sich insbesondere für die Grenzkontrollen an Flughäfen und Häfen als vorteilhaft erwiesen, denn die biometrischen Daten ermöglichen eine vereinfachte Überprüfung der Identität des ePass-Inhabers und das Reisen mit einem fremden oder falschen Pass wird deutlich erschwert. Bei Ausreisen außerhalb der EU und für Nicht-EU-Bürger ist die Grenzkontrolle am Flughafen verpflichtend und kann viel Wartezeit in langen Warteschlangen in Anspruch nehmen. Auch hier wird die Wartezeit verringert, indem Automaten zur Kontrolle von Einreisegenehmigungen (eGates) eingesetzt werden. Die Reisedokumente werden automatisch und ohne die Notwendigkeit einer manuellen Kontrolle durch das Flughafenpersonal überprüft. Die Grenzkontrolle erfolgt automatisiert über einen Self-Service Kiosk, in denen Reisende ihre Dokumente selbst scannen können. Dabei muss der ePass nur auf das Lesegerät gelegt werden. Das Lesegerät erfasst die folgenden Informationen:
- Daten des Reisepasses
- personenbezogene Daten
- Biometrische Daten (Gesichtsbilder, Fingerabdrücke)
- Ein- und Ausreisedaten
Diese digitale Registrierung ersetzt den Stempel im Reisepass. Das heißt, Ein- und Ausreisen werden zunehmend digital erfasst und elektronisch gespeichert. Daraufhin macht der Automat ein Foto des Gesichts und dieses wird mit dem Gesichtsbild im ePass verglichen. Anhand dessen wird die Echtheit und Gültigkeit des ePasses überprüft. Stimmen die biometrischen Daten des Scans mit denen des elektronischen Reisepasses überein, öffnet sich die Schleuse und die Grenzkontrolle ist beendet. Moderne Grenzkontrollsysteme ermöglichen somit eine effizientere, schnellere und sicherere Abfertigung von Reisenden sowie eine digitale Erfassung von Ein- und Ausreisen an den Außengrenzen des Schengen-Raums.
Es wird zwischen zwei verschiedenen Grenzkontrollsystemen unterschieden: das Entry-Exit-System – EES und EasyPASS. Das EES gilt nur für Nicht-EU-Bürger, die für Kurzaufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen in den Schengen-Raum einreisen. Für Staatsangehörige der EU, der Schweiz und der EWR-Staaten und Reisenden mit gültigem deutschen Aufenthaltstitel (ab 12 Jahren) erfolgt die Grenzkontrolle über EasyPASS. In beiden Systemen werden die Ein- und Ausreisedaten digital erfasst.
Die eGates haben mehrere Vorteile:
- Die Sicherheit an den EU-Außengrenzen wird verbessert
- Die Identitätsprüfung wird verbessert
- Identitätsbetrug wird erschwert & identifiziert
- Erhöhte Transparenz & Nachvollziehbarkeit, wie lange Personen sich im Schengen-Gebiet aufgehalten haben
- Unerlaubte Aufenthaltsverlängerungen wird erkannt & gestoppt
- Wartezeiten werden vermieden
Trotz der Vorteile automatisierter Grenzkontrollen bestehen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der zentralen Speicherung biometrischer Daten. Die im EES gespeicherten Daten dürfen jedoch nur von autorisierten Bediensteten nationaler Behörden eingesehen werden und unterliegen der Kontrolle europäischer sowie unabhängiger nationaler Datenschutzbehörden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Europäischen Union. Im Rahmen von EasyPASS erhobene Daten werden grundsätzlich nach 48 Stunden gelöscht und nur in Ausnahmefällen für maximal 30 Tage gespeichert. Auch das Auslesen der Daten selbst durch den Einsatz spezieller RFID-Lesegeräte geschützt.
RFID-Lesegeräte
Bei Grenzkontrollen werden spezielle RFID-basierte Lesegeräte mit Berechtigungszertifikaten eingesetzt. Für die Lesegeräte ist entweder die auf der Vorderseite aufgedruckte Kartenzugriffsnummer (CAN) oder die auf der Rückseite des ePasses aufgedruckte maschinenlesbare Zone (MRZ) wichtig. Um zu gewährleisten, dass die biometrischen Daten des ePasses nicht von unbefugten Personen ausgelesen werden, können die Daten nur von Lesegeräte ausgelesen werden, bei denen das Protokoll Terminal Authentication (TA), erfolgreich durchgeführt wurde. So gibt der RFID-Chip die Daten nur preis, wenn das Lesegerät eine explizite Leseberechtigung für genau diese Daten nachweisen kann. RFID ermöglicht damit eine unkomplizierte, einfache, schnelle und sichere Organisation der Prozesse am Flughafen und des Grenzübertritts. Dies ist nicht nur für das Flughafenpersonal relevant, aber auch für uns als Reisende, da wir schnell und bequem unsere Reise antreten können.
Sicherheit auf Reisen
Digitaler Kofferanhänger
Neben diesen Sicherheitsvorkehrungen, ist auch die sichere Identifikation und Nachverfolgung von Gepäckstücken wie Koffern und Taschen relevant. Ganz egal, ob bei Flug-, Bus-, Auto- oder Schiffsreisen: Der Verlust eines Gepäckstücks ist immer ärgerlich. Er kann dazu führen, dass geplante Urlaubsaktivitäten in den ersten Tagen abgesagt oder aufgeschoben werden müssen und der Aufenthalt durch den Kauf von Ersatzkleidung und notwendigen Gegenständen zusätzlich belastet wird. Besonders ärgerlich ist es jedoch, wenn ein verlorengegangener Koffer zwar gefunden wird, der Finder jedoch den Besitzer nicht kontaktieren kann. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Kontaktdaten lediglich auf Papier notiert oder eingraviert sind und durch Umwelteinflüsse wie Regen so stark beschädigt wurden, dass sie nicht mehr lesbar sind.
Eine Lösung bietet der Bagtap. Hierbei handelt es sich um einen digitalen Gepäckanhänger, der an Taschen, Rucksäcken und Schultaschen oder auch an Koffern als Kofferband befestigt werden kann. In dem Bagtap befindet sich ein NFC-Chip mit einer URL. Beim Scan des NFC-Chips wird man auf ein Profil geführt, auf dem sich die Besitzerdaten digital gespeichert sind. Es befindet auch ein QR-Code auf dem digitalen Anhänger, der zusätzlich gescannt werden kann.
Viele Informationen angeben
Bei herkömmlichen Gepäckanhängern, wie Gepäckanhängern aus (Kunst-)Leder, die mit einem Namens- bzw. Adressschild ausgestattet sind, können nur wenige Informationen eingetragen werden. Im Bagtap Profil können neben dem Namen, der Telefonnummer, der E-Mail-Adresse und der Adresse des Besitzers, auch Informationen zum Aussehen des Koffers eintragen werden. Darüber hinaus können auch Informationen zum Reiseweg und zum Reiseziel hinterlegt werden. Ist eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Besitzer nicht möglich, kann beispielsweise die Unterkunft informiert werden, in der die Person einchecken wird. Diese kann den Besitzer anschließend über den Fund des Koffers benachrichtigen.
Angaben jederzeit aktualisieren
Ein besonderer Vorteil des digitalen Anhängers ist, dass die gespeicherten Angaben schnell und problemlos aktualisiert werden können. Wenn noch alte Daten auf dem Anhänger eingetragen sind, ist es schwierig bis unmöglich den Kofferbesitzer zu finden.
Werden die Informationen auf Papier festgehalten, können sie nur eingeschränkt aktualisiert werden. Entweder die alten Angaben werden überschrieben, was die Lesbarkeit verschlechtern kann, oder es wird ein neuer Gepäckanhänger benötigt. Wenn man beispielsweise eine neue Handynummer hat, kann man sie einfach jederzeit im Bagtap Profil aktualisieren.
Besitzer benachrichtigen
Auch die Kontaktaufnahme mit dem Besitzer stellt im Falle eines verlorenen Koffers eine Herausforderung dar. Neben der Hoffnung, dass der Koffer gefunden wird, muss die hinterlegte Handynummer korrekt eingegeben werden, damit eine Kontaktaufnahme möglich ist. Um diese Problematik zu lösen, hat Bagtap eine Benachrichtigungsfunktion. Über diese wird der Finder zu einer Eingabeseite weitergeleitet, auf der Telefonnummer, GPS-Position des Gepäcks und ein kurzer Text hinterlegt werden können, die anschließend per E-Mail an den Besitzer übermittelt werden.
Sensible Daten schützen
Obwohl der Bagtap viele nützliche Eigenschaften hat, kann dennoch die Frage aufkommen, wie man seine Daten so schützen kann, dass sie nicht für jeden erkennbar sind? Dieses Problem lässt sich durch die NFC-Funktion selbst und durch eine Funktion des Bagtap Profils lösen. Alle Informationen sind erst einsehbar, sobald der NFC-Tag gescannt wird. Jedoch funktioniert der Scan nur über eine sehr kurze Distanz. Das heißt, eine Person müsste das eigene Smartphone nah an den Bagtap halten, um die Daten sehen zu können. Insbesondere bei der Gepäckausgabe am Flughafen ist es durch den digitalen Kofferanhänger erschwert, diese sensiblen Daten direkt zu erkennen. Im Gegensatz dazu können die Kontaktdaten bei konventionellen Kofferanhängern mit Aufdruck eher erkannt werden. Dazu gibt es beim Bagtap Profil die Möglichkeit die hinterlegten Daten jederzeit für andere unsichtbar zu machen oder zu ändern.
Elektronische Patientenakte
Auch unsere Gesundheit muss auf Reisen geschützt werden. Hierfür ist wichtig, dass bei einem medizinischen Notfall die inländischen Ärzte einen Blick in unsere medizinische Akte werfen können, um daraus die richtige Diagnose zu ziehen und uns die richtigen Medikamente zu verschreiben. Über die elektronische Patientenakte (ePA) und den elektronischen Impfpass können unsere medizinische Historie, unsere Laborbefunde und Medikationspläne auch im Ausland ausgelesen werden. Damit Ärzte im Ausland auf diese Informationen zugreifen können, erstellt die Europäische Union die digitale Infrastruktur MyHealth@EU. Damit wird der Bereich Gesundheit immer weiter digitalisiert, um auch im Ausland Hilfe erhalten zu können. Auch der elektronische Impfpass ermöglicht es uns:
- Impfungen digital zu speichern,
- Impflücken schneller zu erkennen & nachzuholen,
- und an Impftermine erinnern zu lassen.
Digitale Hundemarke
Neben der Sicherheit unseres Gepäcks und unserer Gesundheit, ist besonders für Hundebesitzer die Sicherheit ihres vierbeinigen Freundes zentral, um die Reise überhaupt antreten zu können. Jeder kennt die Horrorgeschichten in denen Hunde im falschen Flugzeug verladen werden, durch Stress am Flughafen entlaufen oder im Urlaub beim Hinterherrennen einer Katze oder eines Eichhörnchens verloren gehen. Wir als Besitzer brauchen eine langfristige Lösung, mit der unser Hund im Verlustfall schnell wiedererkannt wird und wir umgehend kontaktiert werden können. Auf dem Markt stoßen wir auf viele verschiedene Hundemarken. Dabei müssen wir uns für eine Marke entscheiden, eine Farbe auswählen und festlegen, wie viel Geld wir investieren möchten. Zudem ist die Auswahl des Materials entscheidend, da dieses den Tragekomfort und das Gewicht der Hundemarke beeinflusst. Wir müssen prüfen, ob sie unseren Hund beim Laufen und Spielen aufgrund ihrer Größe oder des Klimperns beeinträchtigt und ob sie sich bequem am Halsband oder am Geschirr befestigen lässt.
Ein Problem, das bei allen Hundemarken besteht, ist jedoch, dass oft nur Platz für wenige Informationen ist. Meistens geben wir auf der Marke den Namen des Hundes, unsere Adresse und unsere Telefon- oder Handynummer an. Jedoch gibt es keinen Platz mehr, um beispielsweise eine weitere Handynummer einzutragen oder eingravieren zu lassen. Aber was passiert, wenn wir nicht erreichbar sind, weil unser Akku leer ist oder wir kein Internet haben?
Daher brauchen wir eine Möglichkeit, um mehrere Telefonnummern einzutragen. Zusätzlich gibt es Hunde, die es beispielsweise nicht mögen an den Ohren oder anderen Körperteilen berührt zu werden. Auch dafür muss es eine Beschreibung geben, in der wir erklären, wie man auf den Hund zugehen sollte. Besonders für Hunde unerfahrene Personen kann es schwierig sein sich dem Hund zu nähern, weil sie nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen.
Angabe vieler Informationen
Eine digitale Hundemarke wie Dogtap, ermöglicht es uns ein umfassendes Online-Profil unserer Fellnase zu erstellen, in dem wir zahlreiche Informationen wie Name, Aussehen, Charakter, Chip- und Tasso-Nummer sowie Gesundheitsdaten und Kontaktdaten von Besitzer und Tierarzt hinterlegt werden können. Zusätzlich kann beschrieben werden, wie man sich gegenüber dem Hund verhalten sollte, um den Umgang mit dem Hund zu erleichtern und die Rückvermittlung zu unterstützen.
Damit man die gespeicherten Daten zu unserem Hund überall auf der Welt verstehen kann, kann man zusätzlich alle Angaben auf englisch übersetzen lassen.
Vermisstenplakat erstellen
Dennoch ist die erste Frage vieler Personen, wenn sie einen Hund ohne Besitzer umherlaufen: „Hat er sich verlaufen oder ist sein Besitzer ganz in der Nähe?“ Gerade wegen dieses Unwissens, kann es sein, dass man als Finder annimmt, dass es sich um einen normalen Spaziergang handelt und nicht zur Hilfe kommt. Sobald Sie merken, dass Ihr Hund verschwunden ist, können Sie ein Vermisstenplakat erstellen.
Schnell & einfach scannen
Alle Informationen kann man durch einen einfachen Scan des NFC-Tags oder des QR-Codes, einsehen. Zusätzlich kann beim Scan des NFC-Tags der Besitzer, wie bei Bagtap, über die Benachrichtigungsfunktion kontaktiert werden. Besonders vorteilhaft für den Datenschutz ist, dass eingestellt werden kann, welche Informationen von anderen gesehen werden dürfen.
NFC in Hotels
Nach einer langen anstrengenden Reise möchte man bei der Ankunft am Reiseziel als erstes direkt in der Unterkunft gehen. Bereits beim Check-in bemerkt man eine Veränderung. Wenn wir früher zum Check-in an die Rezeption gegangen sind, wurde die Buchung kontrolliert und der Schlüssel zum Zimmer von einem Rezeptionisten überreicht. Besonders bei Hotels mit einem hohen Besucherandrang, bilden sich schnell lange Warteschlangen vor der Rezeption. Mit Hilfe der NFC-Technologie können die langen Warteschlangen vermieden werden.
NFC-Türschlösser
Immer mehr werden in Hotels NFC-Türschlösser eingesetzt, die mit einer NFC Karte oder einem NFC-fähigen Smartphone geöffnet werden kann. So können die Hotelzimmerschlüssel bereits vor Ankunft der Besucher, direkt auf ihre Smartphones übertragen werden. Über die von Hotelbird entwickelte Wallet-Key-Funktionalität erhalten die Gäste nach dem Check-in einen verifizierten Zimmerschlüssel auf dem Smartphone. Diesen können sie direkt zur Wallet ihres iOS- oder Android-Geräts hinzufügen und dann an das Türschloss halten, damit sich die Türe öffnen. Die Wallet-Key-Funktion basiert auf NFC und benötigt daher weder eine App noch eine Internetverbindung. Ein Vorteil von NFC-Türschlössern besteht darin, dass das Risiko, den Schlüssel zu verlieren, deutlich reduziert wird, da kein physischer Schlüssel mehr erforderlich ist.
Digitale Hotelinfos
Zusätzlich können Anleitungen zur Bedienung von Geräten im Hotelzimmer, wie etwa der Kaffeemaschine oder des Fernsehers und Informationen zur Benutzung des Aufzugs oder des Feuerlöschers, auf einem NFC-Sticker oder einem NFC-Magneten hinterlegt werden. Allerdings ist auf NFC-Tags nicht immer genug Speicherplatz, um alle wichtigen Informationen an die Besucher zu geben. Eine mögliche Lösung dafür bietet der Dienst NFC-URL. Auf dem NFC-Chip wird eine einzige Webadresse gespeichert. Beim Scan mit dem Smartphone führt diese zu einer Landingpage, die alle wichtigen Links an einem Ort bündelt, beispielsweise die Hotelwebsite, Social-Media-Profile und die Restaurant-Speisekarte.
Kontaktloses Bezahlen im Ausland
Neben dem Flug, dem Koffer und dem Hotel gehört es bei der Urlaubsplanung auch dazu sich über die anerkannte Währung und die Zahlungsmöglichkeiten im Reiseland zu informieren. Früher bestellte man vor der Reise das Geld in der entsprechenden Währung bei der Bank vor oder wechselte es direkt nach der Einreise zum Beispiel am Flughafen. Heute ist es nicht mehr notwendig viel Bargeld im Ausland dabei zu haben, denn immer mehr Länder bevorzugen bargeldloses Bezahlen. Beispielsweise werden in Schweden auch sehr kleine Beträge mit der Karte gezahlt und Bargeld wird von kleineren Geschäften, Parkautomaten und dem öffentlichen Nahverkehr nicht mehr angenommen. Ähnlich gilt dies für die anderen skandinavischen Ländern, aber auch den Niederlanden und Großbritannien.
Damit ist das kontaktlose Bezahlen mit der Giro- und Kreditkarte oder dem Smartphone eine immer gängigere Methode. NFC ermöglicht eine schnelle, hygienische und bargeldlose Bezahlung, bei der die Bankkarte oder das Smartphone kurz vor das NFC-Lesegerät gehalten wird. Hierbei werden die Zahlungsinformationen verschlüsselt an das Lesegerät übertragen. Um über das Smartphone mittels NFC bezahlen zu können, gibt es für iPhones die App Apple Pay und für Android Google Pay.
In diesem Artikel gehen wir genauer darauf ein, wie die Bezahlung mit Apple und Google Pay funktioniert.
Digitale Eintrittskarte
Auch die Eintrittskarten für des Museen, das Theater, das Fußballspiel und verschiedene andere Attraktionen werden immer digitaler. Bei der Buchung gibt es immer die Möglichkeit die Tickets als PDF herunterzuladen oder sie auf dem Smartphone in der digital Wallet zu speichern. Für iOS können die Tickets in Apple Wallet geladen werden und für Android in Google Wallet. Beim Eintritt muss die Oberseite des Smartphones mit dem Ticket einfach an das Lesegerät gehalten werden. Auch hierdurch können lange Warteschlangen vermieden werden, sodass dem Besuchserlebnis nichts mehr im Weg steht!
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen: RFID und NFC machen das Reisen deutlich komfortabler, effizienter, schnellerer und sicherer. Ob bei der Ticketkontrolle im Bus, der Grenzkontrolle am Flughafen oder der Identifizierung unseres Gepäcks, ermöglichen sie eine reibungslose Abwicklung vieler Prozesse im Reisealltag. Besonders die Nutzung von NFC im Hotel und bei Bezahlvorgängen, reduziert Wartezeiten und sorgt für mehr Sicherheit. Zusätzlich haben wir alle Informationen, Tickets und Ausweise mit einem Blick auf dem Smartphone und brauchen nicht alle Dokumente in Papierform mit uns herumtragen. Gleichzeitig sollten auch Aspekte wie Datenschutz und Datensicherheit berücksichtigt werden, da sensible Informationen digital gespeichert und verarbeitet werden. Dennoch überwiegen die Vorteile deutlich: Reisende profitieren von mehr Flexibilität, weniger Stress und einem insgesamt moderneren Reiseerlebnis.
RFID und NFC sind damit zentrale Bausteine der digitalen Transformation im Tourismus – und werden in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen.