Bluetooth-Geräte per NFC mit dem Handy verbinden

Immer mehr Bluetooth-Geräte werden zusätzlich mit NFC ausgestattet

Mittlerweile sind schon seit Längerem die meisten elektronischen Geräte mit Bluetooth ausgestattet und viele wissen die Vorteile zu schätzen. Per Bluetooth lassen sich Geräte über Funk verbinden, sodass keine Kabel mehr nötig sind, um Daten zwischen zwei Geräten auszutauschen. So lässt sich zum Beispiel eine Playlist vom Handy ohne Kabelverbindung an Bluetooth-Kopfhörer senden.

Inzwischen beginnen viele Hersteller wie zum Beispiel Sony, Samsung oder Sennheiser jedoch damit ihre Geräte zusätzlich mit einer NFC-Funktion auszustatten. Bei NFC handelt es sich ebenfalls um einen Standard zum drahtlosen Austausch von Daten zwischen zwei Geräten. Allerdings ist die Reichweite von NFC auf wenige Zentimeter beschränkt.

Bluetooth-Geräte mit NFC-Funktion

Es stellt sich jedoch die Frage: Was genau bringt die NFC-Funktion in Bluetooth-Geräten für Vorteile, wenn man sein Smartphone doch auch einfach per Bluetooth mit diesen Geräten koppeln kann?

Vorteile von Bluetooth-Geräten mit NFC-Funktion

Um die Frage zu beantworten, ist es wichtig den Unterschied zwischen dem Koppeln von Geräten per Bluetooth und per NFC zu verstehen. Mehr zu den grundlegenden Unterschieden zwischen den beiden Standards zur drahtlosen Datenübertragung erfahren Sie in unserem Artikel „Bluetooth vs. NFC“.

Wie funktioniert das Koppeln von Geräten per Bluetooth?

Sobald die Bluetooth-Funktion beim Smartphone eingeschaltet ist, scannt es automatisch seine Umgebung ab und sucht nach Verbindungspartnern. Da mittlerweile fast jedes elektronische Gerät Bluetooth unterstützt, wird dem Nutzer anschließend eine Liste aller Verbindungspartner angezeigt. Aus dieser Liste wählt der Nutzer das gewünschte Gerät aus und muss die Verbindung dann in vielen Fällen noch mit einer PIN-Eingabe bestätigen. Das Smartphone merkt sich den Verbindungspartner als vertrauenswürdig und verbindet sich dann in Zukunft automatisch ohne PIN-Eingabe, sobald das Gerät in Reichweite ist.

Wie funktioniert das Koppeln von Geräten per NFC?

Sobald die NFC-Funktion im Smartphone aktiviert ist, reicht es aus das Smartphone kurz in die Nähe eines NFC-Gerätes zu halten. Auf dem NFC-Gerät ist die passende Stelle dafür meistens mit dem offiziellen NFC-Symbol markiert. Bei manchen Geräten muss der Nutzer auf seinem Smartphone dann den Verbindungsvorgang noch kurz bestätigen.

Welche Vorteile bietet das Koppeln von Bluetooth-Geräten per NFC?

NFC wird im Prinzip genutzt, um den Verbindungsprozess über Bluetooth zu beschleunigen. Die eigentliche Verbindung und Datenübertragung erfolgt immer noch über Bluetooth, doch NFC setzt diesen Prozess schneller in Gang.

Vorteil 1: Durch die geringe Reichweite von NFC ist klar, womit sich das Smartphone verbinden soll. Es wird daher keine lange Liste an Verbindungspartnern angezeigt.

Vorteil 2: Die geringe Reichweite von NFC ist auch von Vorteil, wenn man sich regelmäßig mit mehreren Geräten verbindet. Bluetooth merkt sich zwar bisherige Verbindungspartner und versucht automatisch eine Verbindung herzustellen, doch wenn mehrere vertrauenswürdige Geräte in Reichweite sind, muss der Nutzer wieder aus einer Liste das richtige Gerät auswählen.

Vorteil 3: Es ist keine PIN-Eingabe nötig, um den Verbindungsvorgang zu bestätigen. Beim Koppeln per NFC erscheint auf dem Smartphone ein Dialog-Fenster, dass mit einer simplen Berührung des „Okay-Buttons“ bestätigt wird.

Zusammengefasst sorgt also vor allem die geringe Reichweite von NFC für mehr Klarheit beim Smartphone, was den richtigen Verbindungspartner angeht. Dadurch spart man sich einige Schritte wie das Auswählen des richtigen Gerätes aus einer Liste an möglichen Verbindungspartnern und die PIN-Eingabe zur Bestätigung.

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